SEPA in den Startlöchern

Banken sehen noch Handlungsbedarf im Mittelstand

Nicht nur in den EU-Ländern, sondern in insgesamt 32 Staaten bricht im Februar 2014 eine neue Zeitrechnung an, was das Lastschriftverfahren angeht. Der unbare Zahlungsverkehr darf dann nur noch nach der neuen SEPA-Verordnung erfolgen (Single Euro Payments Area). In Deutschland sind gut dreieinhalb Millionen Unternehmen betroffen sowie Vereine, Verbände und andere Organisationen. Bisher aber wurden erst gut 200.000 Gläubiger-Identifikations-Nummern vergeben. Nach Aussagen der Banken liegt das an den Unternehmen, die den Februar 2014 als „noch weit entfernt“ sehen und keine Dringlichkeit erkennen, sich bereits jetzt damit zu beschäftigen.Dabei ist das Verfahren gar nicht so neu, auch wenn bislang nur rd. 7 % der jährlich 18 Milliarden Überweisungen bereits nach diesem Modell abgewickelt werden, das es bereits seit 2008 gibt. Viele scheuen sich vor der sogenannten IBAN (International Bank Account Number), weil sie der Ansicht sind, dass sich „kein Mensch die 22 Stellen merken kann.“
In wenigen Monaten gibt es keine Alternative mehr. Umso wichtiger ist es, die Hausbank in den nächsten Wochen einzubinden und sich externe Unterstützung zu Rate zu ziehen. Vielleicht sind sogar Software-Umstellung und Schulungen der Mitarbeiter notwendig? Auf keinen Fall sollte man jedoch darauf setzen, dass sich bis zum Februar alles von alleine regelt. Immer mehr Unternehmen – vor allem die kleinen und mittleren Betriebe – holen sich jetzt kompetente Hilfe ins Haus und lassen sich beraten. Sie binden die Hausbank mit ein und nutzen die Informations-Veranstaltungen ihrer Geldinstitute, die in erster Linie selbst ein ureigenes Interesse an einer reibungslosen Umstellung haben.

Stand: 30.05.2013

 

 

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