Übernahme von jährlichen Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2010-2012 und Änderungen an IAS 19

Die Europäische Union hat am 09. Januar 2015 die Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards veröffentlicht.

Damit werden folgende Standards geändert:

Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2010-2012:

– Änderungen an IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung
– Änderungen an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
– Änderungen an IFRS 8 Geschäftssegmente
– Änderungen an IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
– Änderungen an IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte
– Änderungen an IAS 37 Rückstelllungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen
– Änderungen an IAS 39 Finanzinstrument: Ansatz und Bewertung

Änderungen an IAS 19

Quelle: IRZ Aktuell
Erstellt am: 09.02.2015

Stellungnahme der EFRAG zu Leasingvorschlägen herausgegeben

Die Europäische Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat in einer Stellungnahme den IASB-Entwurf ED/2013/6 „Leasingverhältnisse“ die Informationsnützlichkeit des „Right of Use-Models zwar befürwortet, den Entwurf wegen gravierender konzeptioneller Bedenken jedoch abgelehnt.

Die Stellungnahme kann von der Internetseite www.efrag.org heruntergeladen werden.

 

SEPA in den Startlöchern

Banken sehen noch Handlungsbedarf im Mittelstand

Nicht nur in den EU-Ländern, sondern in insgesamt 32 Staaten bricht im Februar 2014 eine neue Zeitrechnung an, was das Lastschriftverfahren angeht. Der unbare Zahlungsverkehr darf dann nur noch nach der neuen SEPA-Verordnung erfolgen (Single Euro Payments Area). In Deutschland sind gut dreieinhalb Millionen Unternehmen betroffen sowie Vereine, Verbände und andere Organisationen. Bisher aber wurden erst gut 200.000 Gläubiger-Identifikations-Nummern vergeben. Nach Aussagen der Banken liegt das an den Unternehmen, die den Februar 2014 als „noch weit entfernt“ sehen und keine Dringlichkeit erkennen, sich bereits jetzt damit zu beschäftigen.Dabei ist das Verfahren gar nicht so neu, auch wenn bislang nur rd. 7 % der jährlich 18 Milliarden Überweisungen bereits nach diesem Modell abgewickelt werden, das es bereits seit 2008 gibt. Viele scheuen sich vor der sogenannten IBAN (International Bank Account Number), weil sie der Ansicht sind, dass sich „kein Mensch die 22 Stellen merken kann.“
In wenigen Monaten gibt es keine Alternative mehr. Umso wichtiger ist es, die Hausbank in den nächsten Wochen einzubinden und sich externe Unterstützung zu Rate zu ziehen. Vielleicht sind sogar Software-Umstellung und Schulungen der Mitarbeiter notwendig? Auf keinen Fall sollte man jedoch darauf setzen, dass sich bis zum Februar alles von alleine regelt. Immer mehr Unternehmen – vor allem die kleinen und mittleren Betriebe – holen sich jetzt kompetente Hilfe ins Haus und lassen sich beraten. Sie binden die Hausbank mit ein und nutzen die Informations-Veranstaltungen ihrer Geldinstitute, die in erster Linie selbst ein ureigenes Interesse an einer reibungslosen Umstellung haben.

Stand: 30.05.2013

 

 

Elektronische Rechnungen in der Praxis

Gesetzeslage vielfach unbekannt.
Immer mehr Unternehmen wundern sich über elektronisch übermittelte
Rechnungen, wissen aber weder, welche Ursachen diese Flut von PDF-Dateien
hat noch wie dazu überhaupt die aktuelle Rechtsprechung aussieht.
Bis zum sogenannten Steuervereinfachungs-Gesetz 2011 berechtigten die
elektronisch erstellten Rechnungen nur dann zum Vorsteuerabzug, wenn sie
unter anderem mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen
waren. Seitdem aber alle EU-Mitgliedsstaaten der neuen Richtlinie zu
Rechnungsstellungsvorschriften unterliegen, heißt es: „Rechnungen können
per E-Mail versandt werden, wenn die Echtheit der Herkunft, die
Unversehrtheit des Inhalts und die Lesbarkeit der Rechnung gewährleistet
sind.“
Zweck dieser Richtlinie ist die Gleichstellung von beleghafter und
elektronischer Übermittlung an den Rechnungsempfänger – und zwar in allen
EU-Ländern. Für die Firmen bedeutet das: Sie müssen ein innerbetriebliches
Verfahren implementieren, um unter anderem die Echtheit der Herkunft und
die Unversehrtheit des Inhalts nachzuweisen und zu gewährleisten.
Unabhängig können sie aber auch die bisherigen Methoden der elektronischen
Signatur wählen.
Der Gesetzgeber verweist zudem auf die rechtmäßige Aufbewahrung der
elektronischen Rechnungen und die Grundsätze zum Datenzugriff und zur
Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU). Für die Betriebe heißt das: Vor der
Erleichterung steht erst einmal ein zusätzlicher Zeit- und
Umstellungsaufwand. Und was viele nicht wissen: Der Empfänger muss der
elektronischen Übermittlung zustimmen, sonst bleibt nur der „alte“ Postweg.
Stand 24.04.2013

Controlling und Profitabilitätsmanagement

Controlling und Profitabilitätsmanagement bilden die Basis für die Umsetzung der wertschöpfungsorientierten Steuerung. Dabei werden sowohl Kosten- als auch Ertragslage in den Mittelpunkt gestellt, um aufzuzeigen, welche Organisationseinheiten am Wertschöpfungsprozess beteiligt sind und ob die Produkte und Leistungen profitabel verkauft werden können.
Das Controlling liefert zudem optimierte Instrumente, die Effizienz der nicht wertschöpfenden Organisationseinheiten zu messen.

Im Zuge der Effizienzsteigerung ist es für Konzerne und Holdings zunehmend wichtig, die Kostenstrukturen ihrer Organisationseinheiten (z.B. Center, Gesellschaften, Kostenstellen, Ergebnisobjekte wie Produkte und Vertriebskanäle) zu kennen. Voraussetzung dafür ist die gruppenweite Harmonisierung des Controllings. Dazu benötigt es eine Vereinheitlichung von Stammdaten und Methodik sowie insbesondere Verfahren zur internen Kosten- und Leistungsverrechnung.

Ein standardisiertes Controlling ermöglicht es, Kosten einer Organisationseinheit im Zeitablauf sowie verschiedene Organisationen miteinander zu vergleichen.

Durch zusätzliche Festlegung von gruppenweiten Kostentreibern (z.B. Mitarbeiter, Kunden, Umsatz) können zusätzlich Produktivitätskennzahlen ermittelt werden (z.B. Vertriebskosten pro Kunde). Dieses sogenannte Benchmarking weist somit die optimalen Maßnahmen für ein effizientes Kostenmanagement aus.

Das harmonisierte Controlling ist ebenso Grundlage für die Zuordnung der Kosten auf die Ergebnisobjekte (Produkte, Kunden) – und damit für ein erfolgreiches Profitabilitätsmanagement. Denn nur auf Grundlage transparenter und standardisierter Logiken lassen sich Kosten entsprechenden Erlösen gegenüberstellen.

Zur Umsetzung des Profitabilitätsmanagements im Konzern bzw. in der Holding ist das Center-Konzept empfehlenswert. Es beschreibt, wie die organisatorischen Einheiten (Center) innerhalb des Unternehmens miteinander interagieren sollen. Die Center orientieren sich dabei an den tatsächlichen Werteflüssen innerhalb des Konzerns über die Konzerngesellschaften hinweg – z.B. eine Produkterstellung, an der mehrere Konzerngesellschaften beteiligt sind.

Die vollumfängliche Darstellung der beschriebenen Leistungsbeziehungen durch das Center-Konzept bezeichnet man als integriertes Werteflussmodell.

Beide Instrumente zur Analyse der Organisation stellt Ihnen Wallner-Consulting gerne in einem persönlichen Gespräch vor. Wir unterstützen Sie gern auch bei der Einführung im Rahmen unseres Interims-Managements.

 

 

Kleinbetragsregelung bei Reisekosten vereinfacht Lohnversteuerung

Reisekosten wurden bislang generell zum nächstfolgenden Lohnabrechnungszeitpunkt versteuert. Die steuerpflichtigen Anteile bezogen sich dabei auf Fahrt- und Übernachtungskosten, Verpflegungsaufwendungen und Mahlzeitengewährungen. Für viele Unternehmen erwies sich diese Verfahrensweise jedoch als unökonomisch, da der größte Teil der Arbeitgebererstattung ohnehin steuerfrei ist.
Die Oberfinanzdirektion Frankfurt hat diesem Prozedere nun durch Einführung einer Kleinbetragsregelung mit ihrer Verfügung vom 29.5.2013 im koordinierten Ländererlass Erleichterung verschafft.
Ab sofort gilt daher: Sofern die Grenze von 153 € pro Arbeitnehmer und Monat nicht überschritten wird, können die steuerpflichtigen Anteile nun angesammelt und vierteljährlich abgerechnet und versteuert werden.
Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater!

Stand: 31.07.2013

Wertschöpfungsorientierte Steuerung und Funktionsreporting

Traditionelle Steuerungsdimensionen sind Marken, Märkte, Regionen und Produkte. Durch den globalen Wettbewerb sind die Unternehmen inzwischen bemüht, Geschäftsprozesse effizienter und kundenorientierter zu gestalten. Aus diesem Grund ist ein Trend zu beobachten, der sich von diesen traditionellen Steuerungsdimensionen weg- und stattdessen zur sogenannten „wertschöpfungsorientierten Steuerung“ hinbewegt.
Ziel der wertschöpfungsorientierten Steuerung ist es, eine hohe Transparenz sowie eine optimale Verzahnung der gesamten Wertschöpfungskette zu ermitteln und zu etablieren. Dazu wird zuerst geprüft, welche Vorgänge zur Wertschöpfung beitragen und welche anderen diese wertschöpfenden Prozesse unterstützen.Durch die Betrachtung der Durchgängigkeit des Gesamtprozesses wird zum einen der Gefahr entgegengewirkt, dass der Fokus auf Markt und Kunden verloren geht und nur eine einzelne Organisationseinheit (z.B. Produktion) im Vordergrund steht.

Ein detailliertes Reporting der einzelnen Funktionen wie z.B. Vertrieb, IT, Finanzen – das Funktionsreporting – ergänzt die wertschöpfungsorientierte Steuerung innerhalb der Wertschöpfungskette. Die Effizienz der jeweiligen Funktion sollte entsprechend in einer Summe des Finanzreportings aufgezeigt sein (P&L by funktion–P&L by nature).

Wallner Consulting  unterstützt Sie gerne im Rahmen eines Consultings oder im Rahmen eines Interim-Management-Projektes.

Wertorientierte Unternehmensführung

Wertorientierte Unternehmensführung ist ein nachhaltig zu implementierender Prozess im Unternehmen, der sowohl die Zielebene als auch die einzelnen Steuerungsinstrumente definiert, um den Unternehmenswert zu steigern.

Grundidee dessen ist, dass das Unternehmen nur Projekte umsetzt, die einen positiven Kapitalwert aufweisen. Die Ermittlung des Kapitalwerts unter einer wertorientierten Betrachtung geht dabei über die Marktwertberechnung nach dem Shareholder Value-Ansatz hinaus, der in seiner Berechnung lediglich die Kosten des Fremdkapitals, nicht aber die des Eigenkapitals berücksichtigt.

Die Eigenkapitalgeber bekommen somit nach Berücksichtigung der gesamten Kapitalkosten nicht mehr wie bislang das, was übrig bleibt, sondern das, was nach Berücksichtigung der zu erwartenden Renditeansprüche verbleibt. Ein eindeutiger Vorteil für jeden Investor durch zusätzliche Transparenz.

Durch die strikte Marktorientierung in Bewertungsfragen kann die Unternehmensführung die Rechnungslegung durch Integration der International Financial Reporting Standards (IFRS) somit auf eine einheitliche Basis stellen. Eine Trennung in interne und externe Rechnungslegung ist dadurch nicht mehr erforderlich – zumal die externe Rechnungslegung als zentrales Steuerungsinstrument angewendet werden kann. Ein Grund für viele Unternehmen, auf IFRS umzusteigen.

Wallner Consulting unterstützt Sie im Rahmen eines Consultings oder eines Interim-Management-Projektes.

 

 

 

Steuerungsdimensionen und Geschäftsmodell

Das Group-Reporting baut auf dem Geschäftsmodell und Steuerungskonzept eines Unternehmens auf. Abhängig vom Geschäftsmodell können u.a. Regionen, Produktgruppen, Marken, Wertschöpfungsstufen oder legale Teilkonzerne entsprechende Steuerungsdimensionen bilden, die häufig auch als Sparten, Geschäftsbereiche, Divisionen oder Segmente bezeichnet werden.

Erst wenn der Konzern festgelegt hat, nach welchen Geschäftsbereichen oder Divisionen der Konzern geführt wird, kann das Group-Reporting diesen Anforderungen entsprechend ausgerichtet werden. Der Geschäftsbereich, der mit Managementverantwortung ausgestattet ist und an der Konzernführung partizipiert, wird als primäre Steuerungsdimension bezeichnet.

Die IFRS 8 (International Financial Reporting Standards) schreiben seit 2009 ein Reporting dieser primären Segmente als Anhang im Rahmen der externen Segment-Berichterstattung vor.

Grund genug, Wallner Consulting als ausgewiesenen Spezialisten auf diesem Gebiet zu konsultieren.

 

 

 

Aktuelle Änderungen von Umsatzsteuersätzen in den EU-Mitgliedstaaten

Um den innereuropäischen Waren- und Dienstleistungsverkehr zu vereinffachen, führt die Europäische Kommission eine Tabelle der für die EU-Mitgliedstaaten anwendbaren Mehrwertsteuersätze. Die zum 1.7.2013 aktualisierte Version finden Sie hier .

Änderungen der Steuersätze im Jahr 2013 gegenüber 2012 ergaben sich danach in der Tschechischen Republik, Kroatien, Zypern, Slowenien und Finnland.

Weiter Parameter, die für die umsatzsteuerliche Beurteilung eines Sachverhaltes maßgebend sind ( z.B.Steuerbarkeit, Steuerpflicht, Ort der Lieferung und sonstige Leistungen sowie Steuerschuldnerschaft, Haftung, Melde- und Nachweispflichten sind in der Tabelle nachweislich nicht geregelt. Hier ist Ihr Steuerberater gefragt.

Zu den Auswirkungen des EU-Beitritt Kroatiens zum 01.Juli 2013

Stand: 25. Juli 2013